Die Füchsin

Aufgewachsen im Wald, großgezogen von Tieren – heute erinnern nur noch ihre roten Haare an ihre Herkunft.
Trotzdem sollte man sich nicht täuschen lassen. Durch ihre strahlend blauen Augen hat die Füchsin schon manchen Mann um Haus und Hof gebracht. Vor allem sollte man ihr nie den Rücken zukehren, denn durch ihre Arglistigkeit bekommt sie immer, was sie will.
So trug es sich kürzlich zu, dass der freche Rotschopf zu den Gossenpoeten stieß. In einer düsteren Spelunke wartete sie auf den richtigen Moment und stellte sich einfach zur Gruppe dazu. Als Darian sie dann fragte, was sie da mache, antwortete die Füchsin hämisch lachend: „Ich bin jetzt bei euch dabei!“ Ziemlich verdutzt fragte Keya, welches Instrument sie denn beherrsche. Da antwortete die clevere 
Füchsin: „Ich bin flexibel, gebt mir einfach den Bass“. Seitdem bekommen die Gossenpoeten den quirligen Geist nicht mehr los. Vor allem dem Wandervogel hat sie es angetan. So versucht er, ihr jeden Wunsch von den Lippen abzulesen, auch wenn er dafür das gesellige Zecheprellen absagen muss. Am Bass beweist die Füchsin, dass sie ihr Handwerk bestens versteht – nur sind ihr vier Saiten wohl drei zu viel.
Im Trinken muss sie noch einiges dazu lernen. So musste sie sich beim wöchentlichen Saufwettkampf nach 12 Bier, 3 Flaschen Schnaps, einem Liter Met und einer Rhabarber Schorle geschlagen geben. Da war wohl die Rhabarber Schorle schlecht…